Hannover

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Erst umstritten, jetzt sehr beliebt - und beleibt: Die Nanas von Niki de Saint-Phalle am Leineufer. Foto: Birgit Winter

Der beste Treffpunkt...

...ist auf dem Kröpcke in der Fußgängerzone an der Uhr. Hier versammeln sich sowohl Punks mit ihren Hunden und indische und pakistanische Silberschmuckverkäufer als auch die etwas betuchteren Hannoveraner/innen, die anschließend in die Oper nebenan, zu Mövenpick oder in das völlig überteuerte enercity expo Café gehen.

Das Wahrzeichen der Stadt...

... als selbst ernannte Stadt der Kunst im öffentlichen Raum hat Hannover gleich mehrere Wahrzeichen. Zum einen wäre da das Reiterstandbild von Ernst August direkt vor dem Hauptbahnhof. Dann sind das die einst verhassten und nun sehr geliebten Nanas am Leineufer hinter der Altstadt. Und für die ganz Traditionellen sind Marktkirche und Anzeiger-Hochhaus die wahren Wahrzeichen der Stadt.

Die angesagteste Kneipe...

...neben den ewig tollen Läden in Linden, dem Studentenviertel der Stadt (z.B. das „Chez Heinz“, das „Café Net(t)“ in der Limmerstraße oder das „Mephisto“ im „Faust“-Kulturzentrum), geht man in die Nordstadt und da am besten ins „Spandau“ am so genannten „E-Damm“ (Engelbosteler Damm 30).

Das romantischste Fleckchen...

Abends und am Wochenende ist's rund um den Maschsee eher ungemütlich, denn da herrscht akute Rollerblader-Umfahr-Gefahr. Kuscheliger ist es da in lauwarmen Nächten an der Ihme-Mündung in Linden-Limmer oder in der Eilenriede (angrenzender Stadtwald). Im Winter empfiehlt sich ein Ausflug in die Volkssternwarte zum gemeinsamen In-die-Sterne-Gucken.

Das prominenteste Kind der Stadt...

...streitet Euch, wen Ihr „prominenter“ findet: Hannah Arendt, Gerhard Schröder, die Scorpions, Fury in the Slaughterhouse, Oliver Pocher, Alexa Hennig von Lange.

Der überflüssigste Laden...

... siehe oben: ist am ehesten das enercity expo Café, mit dem der Energiekonzern der Stadt versucht, den Geist der Weltausstellung „EXPO 2000“ in Hannover in ein gezwungen spritziges, innovatives Veranstaltungsprogramm zu übertragen. Naja, wem's gefällt... Richtig Überflüssiges gibt es in dieser Stadt eigentlich nicht. Die Hannoveranerinnen und Hannoveraner sind eher viel zu bescheiden, um zuzugeben, wie viele junge, kreative Leute mit Ideen für kleine, nette Läden neuerdings ihre Stadt prägen.

Das Kurioseste aus der Regionalküche...

... „Calenberger Pfannenschlag“ (Rindswurst mit Gemüse und Kartoffeln) und als Nachtisch „Welfenspeise“ (ein Dessert aus einer Schicht Vanille-Pudding und einer Schicht Weincreme – erhielt den Namen aufgrund der Farbgebung, denn Weiß und Gelb sind die Farben des hannoverschen Adelsgeschlechts, der Welfen).

Das beste Eis der Stadt...

... gibt's im „Colosseum“ im Hauptbahnhof direkt am Ernst-August-Platz. Okay, das Ambiente ist hier nicht so der Reißer, dafür kann man aber zu „Giovanni L.“ in der Georgstraße 26 gehen.

Der dümmste Spruch...

"Hannover ist nicht der Arsch der Welt, aber man kann ihn von dort aus sehr gut erkennen." (Harald Schmidt)

Der bekannteste Brauch...

... „Lüttje Lage“-Trinken. Nur wer es schafft, sich gleichzeitig mit einer Hand gehalten ein Bier und einen Korn in den Hals zu kippen, ohne dass der Schnaps vorher im Bierglas landet, ist ein echter Hannoveraner. Am besten kann man das wohl in Linden üben, denn der ehemalige Arbeiter-Stadtteil hat angeblich die höchste Kioskdichte der Welt. Demnach wurde ihm schon ein „Kiosk-Quartett“ gewidmet...

Das schärfste Chili gibt es im...

...„Masa“ in der Georgstraße 50b im Hinterhof. Und wem das zu scharf ist, kann nach dem Essen hochsteigen ins dazugehörige Loft und bei echtem Minztee oder coolen Cocktails seine Zunge wieder beruhigen. Und in der Vahrenwalder Str. 269 gibt es sogar ein Bistro, das „ Hot & Chili“ heißt.

Der Fettnäpfchen-Satz...

„Die Roten haben aber auch schon bessere Zeiten erlebt!“ (Merke: ALLE Hannoveraner/innen lieben ihre Fußballer von 96!)
... zu sagen „...die Hannoveraner Spezialitäten“ o.ä. Es heißt „hannoversch“ oder „hannöversch“; Hannoveraner sind nur die Einwohner selbst oder die gleichnamige Pferderasse.

Die härtesten Fakten...

...Einwohner: 516.300
...Bundesland: Niedersachsen
...Sonnenstunden: 1.700 pro Jahr
...Durchschnittstemperatur: 12,9 Grad

31.10.2007, Kerstin Fritzsche

 
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