Guinness: Das Nationalgetränk der Iren. Foto: Pixelio.de
...sind die Shopping-Straßen der irischen Hauptstadt. Neben der breiten O’Connell Street (mit Verkehr in der Mitte, also Vorsicht!) mit ihrem großen Shoppingcenter „Clery“, dem sehenswerten Post Office und dem Streichholz „Spire“ davor (2003 errichtet, eine 120 Meter hohe Säule) ist das noch die Grafton Street. Dort unterhalten Straßenkünstler die Besucher auf ihrem Weg vorbei an zahlreichen kunterbunten Geschäften, Cafés, Bagel-Factories und Smoothie-Bars bis zum wundervollen Park St. Stephen’s Green.
Das Wahrzeichen der Stadt...
...neben dem neuzeitlichen „Spire“ gibt es da vor allem ein altes: Das Denkmal von Molly Malone an der Ecke Grafton Street/Suffolk Street. Molly Malone ist ein bekanntes irisches Volkslied und quasi die inoffizielle Hymne der Stadt. Die Ballade erzählt die Legende der Dubliner Fischhändlerin Molly Malone, die angeblich wirklich im 17. Jahrhundert lebte, in den Zeiten, in denen die Stadt besonders arm war. Molly Malone soll außergewöhnlich schön gewesen sein, was es ihr erleichterte, sich nachts zu prostituieren, da Fische verkaufen allein nicht reichte, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Leider erkrankte sie an Cholera und starb daran, noch ziemlich jung, auf offener Straße.
Die angesagteste Kneipe...
Kneipen – das ist natürlich DAS Thema für die ganze Insel! Denn was wäre Irland ohne seine Pubs? Überall findet man sie, doch das Szeneviertel „Temple Bar“ übertrifft alles. Doch Achtung! - wer keine 21 Jahre alt ist, hat schlichtweg schlechte Karten, in ein Pub eingelassen zu werden.
Das romantischste Fleckchen...
Das Ufer der Liffey, - dem Stadtfluss, der den armen Dubliner Norden vom wohlhabenderen Süden teilt - mit den alten Gregorianischen Bauten im Hintergrund und mit zahlreichen schön geschwungenen Brücken ist bei Nacht definitiv einer der romantischsten Orte in Dublin. Hier ist vor allem die dezent beleuchtete Halfpenny Bridge zu empfehlen.Ruhige Stunden kann man auch in den verschiedenen, lauschigen Parks verbringen, und auch das Gelände des Trinity College mit seinen alten Gemäuern ist abseits vom Uni-Trubel ein romantisches Fleckchen.
Das prominenteste Kind der Stadt...
... sincerely James Joyce, Samuel Beckett, Jonathan Swift, Oscar Wilde, Colin Farell, Ronan Keating, Enya, U2, und die ganzen Größen à la Christy Moore, die der Irish Folk so seit Jahrzehnten dauernd hervorbringt.
Der überflüssigste Laden...
...die Dessousläden mit den Lackleder-mit-Schleifchen-Nippel-Krönchen und der „2 in 1-Massage-Cream“ sind definitiv Läden, an denen man besser vorbeigeht.
Das Kurioseste aus der Regionalküche...
... ist sicherlich für uns Westeuropäer das klassische Irish Breakfast mit „Rashers“ (Schinken-Röllchen) und „Black & White-Pudding“ (je eine Scheibe gebratene Blut- und Leberwurst) und dazu – ähnlich wie in England und Schottland – Bratkartoffeln, gebackene Bohnen, Eier, Tomaten und Toast. Ansonsten sind die Iren kulinarisch eher robust und einfach, so dass es meistens irgendwelche Stew-Varianten (Eintopf) mit dem Grundnahrungsmittel Kartoffeln und Schafs- oder Hammelfleisch gibt.
Der bekannteste Brauch...
...wenig innovativ, aber auch bei Touristen beliebt: Pubcrawling. Und natürlich überall Guinness trinken! Achtung: Gerade, wenn man mit der Kneipentour anfängt, ist es üblich, sich zum „schwarzen Gold“ auch etwas zu essen zu bestellen (meistens langt ein Sandwich-artiges „Pub-Grub“). Unbedingt aber auch mal ein „Smithwicks“ bestellen (bei uns besser bekannt als „Kilkenny“) oder eins der vielen leckeren, rotbraunen Ales.
Das schärfste Chili gibt es im...
... das wissen wir ehrlich gesagt gar nicht so genau, wie scharf die Iren so essen und wenn ja, wo sie scharf essen. Für wen Geld keine Rolle spielt und wer es extravagant liebt, kann im „L’écrivain“ in der Lower Baggot Street Garnelen in Kataifigebäck mit Chili und Tartarsauce geniessen (und jetzt fragt uns bitte nicht, was Kataifigebäck ist....!).
Ziemlich scharf sind aber die Hochzeitskleider der Designerin Claire Garvey, die in der 6 Cows Lane in Temple Bar eine Boutique hat. Und ein Exemplar ist ganz besonders scharf: Es ist aus roten Chili-Schoten gefertigt. Natürlich nicht fürs Chili-Echo – sondern für eine Braut, die ihren Liebsten in einem Restaurant namens „Red Chili“ kennen gelernt haben soll.
Der Fettnäpfchen-Satz...
„Sorry, I don`t like Guinness!“, „Who is Ulysses?“ oder auch: „Wer war noch mal Molly Malone?“
Und noch die härtesten Fakten...
...Einwohner: 502.000 Einwohner im Stadtkern, mit den Vororten („Greater Dublin Area“) 1,2 Millionen
...Land: Irland
...Sonnenstunden: circa 400 im Jahr
...Durchschnittstemperatur: 11,3 °C
…. Jährlicher Niederschlag: 769 mm pro Monat
…. Ortszeit: Differenz zu Mitteleuropa beträgt minus eine Stunde
…. Währung: Euro







