Alison Mosshart und Jamie Hince alias "The Kills". Foto: Add On Music
In der Welt der "Kills" wird zu lang geliebt, zu heftig, zu hoffnungslos, zu schmerzhaft oder gar nicht. "Das Herz ist eine schlagende Trommel, es ist nie genug, wenn du mehr willst" heißt es etwa in "Heart is a beating drum", und "es braucht mehr, als du denkst, um es am Laufen zu halten", einem von elf Tracks auf "Blood Pressures".
Dazu peitscht ein dumpfes Schlagzeug, ab und zu jault eine dunkle Gitarre, und über allem liegt Alison Mossharts ernste Stimme wie ein Rauchschleier. Gelegentlich singt sie mit Partner Jamie Hince, dann klingen die Beiden gerne mal wie weichgespülte Hippies. Ihr Rock klingt weiterhin erdig und nüchtern, und wenn Verzweiflung und Liebesverlangen übermächtig werden, hilft als Trost: "Tanz, wenn die Liebe nicht langt".
Das neue, vierte Album des britisch-amerikanischen Duos "The Kills" hat mich schlicht umgehauen. Wenn ich zu Anfang des Jahres hätte wetten sollen, hätte ich gesagt, dass entweder "Boombox" von den "Beatsteaks" oder "Hot Sauce Committee Part II" von den "Beastie Boys" mein Album des Jahres wird, schon allein des langen bangen Wartens auf diese Perlen wegen.







