
Lassen den Psychedlic Sound der 60s wieder aufleben: Tame Impala aus Perth. Foto: Modular Records
Tame Impala - "Innerspeaker" (Modular Records / RTD)
Bereits das die vielfach gelobte 2008er E.P. „Hole in the Sky“ des australischen Quartetts Tame Impala sorgte unter Psychedelic-Rock-Fans international für Aufsehen, versuchte sich die Band doch derart gekonnt an großen Namen der 60er, wie den Byrds, den jungen Pink Floyd oder Jefferson Airplane, dass stellenweise die Vermutung nahe lag, es handele sich gar um Originalaufnahmen aus jener Zeit.
Kaum verwunderlich also, dass auch gleich die ersten Takte des nun vorliegenden Debütalbums „Innerspeaker“ jedem 60er Jahre-Fan sofort vertraut vorkommen. Spacige Gitarrenchords, Flanger und Echos allerorten und über allem schwebt raumschiffgleich die sirenenhafte Stimme von Kevin Parker. Eine Stimme, die übrigens für ein großes Überraschungsmoment sorgt, denn man glaubt beim ersten Hören wahrhaftig den jungen John Lennon zu hören, was den Songs natürlich zusätzlich einen starken beatleesken Touch verleiht (man denke an „Tomorrow never knows“ auf „Revolver“).
Natürlich bewegen sich Tame Impala mit ihrem Sound keinen Millimeter in der Moderne – „Innerspeaker“ hätte in jeder Hinsicht, sowohl musikalisch, als auch grafisch (was für ein Cover!) wunderbar ins Jahr 1967 gepasst. Und doch macht gerade dieses Echo aus der Vergangenheit, kreiert von einer jungen Band der Gegenwart, dem Hörer wieder mal auf schöne Art bewusst, wo moderne musikalische Spielarten, wie TripHop, Space- und Stonerrock ihre Wurzeln haben. „Innerspeaker“ ist eine wunderbare Reminiszenz an die großen Tage der Psychedelic-Bewegung.