
Metronomy haben 2011 mit "The English Riviera" ihr drittes und bisher erfolgreichstes Album veröffentlicht. Foto: Phil Sharp
Metronomy – „The English Riviera“ (Warner Music International)
Als die britische Band Metronomy im Frühjahr dieses Jahres ihr drittes Album „The English Riviera“ veröffentlichten, gab es begeistere Rezensionen und Kritiker prophezeiten bereits vorab, dass dieses Werk es in die Jahresbestenliste 2011 schaffen würde.
Was braucht ein Album, um als ein Besonderes zu gelten? Es sollte natürlich technisch gut produziert sein, dennoch innovativen Charakter haben und Songs beinhalten, die Ohrwurm-verdächtig sind. Bewertungskriterien, die sich an möglichst objektiven Eigenschaften orientieren. Und die sind hier ganz klar positiv zu benoten: Basslines treffen auf Gitarren treffen auf Elektro treffen auf Funk treffen auf Pop. Soweit so gut. Aber was braucht ein Album, um bestehen zu bleiben und nicht unterzugehen in den vielen guten Veröffentlichungen eines Jahres? Es muss einen auf der subjektiven Gefühlsebene treffen.
„The English Riviera“ tut das. Mit „The Bay“, „Corinne“, „She Wants“ oder „The Look“ lieferte das Album die perfekten Songs für den Soundtrack des Frühlings und des Sommers: Für die ersten Sonnenstrahlen im Park bis hin zum Freilufttanzen mit Freunden auf einem Festival. Mit der Schlichtheit der Songs, die trotz melancholischem Gesang eine Leichtigkeit in sich tragen, schafften Metronomy es diese wundervollen Momente nicht nur mit ihrem Lo-Fi-Sound zu begleiten, sondern sie auch in der Musik zu konservieren. Damit bietet dieses Album einem die Möglichkeit diese Momente des Glücks auch im Herbst und Winter immer wieder ins Gedächtnis und Herz zurück zu rufen. Danke dafür!