Dúné: Das ist ein tolles Festival

Dúné

Sie sind aus Dänemark und leben jetzt in Berlin: Dúné. Foto: Felipe Fernandes

 

Echo-Live: Hey Leute, wie geht’s euch?

Dúné: Uns geht es gut, danke. Wir sind direkt aus Berlin, wo wir auch leben, hergekommen und haben eben noch die Killerpilze von weitem gehört. (lacht)

Echo-Live: Freut ihr euch auf den Gig?

Dúné: Absolut. Das ist ein tolles Festival hier. Wir spielen ein paar Festivals in Dänemark, aber im Vergleich zu Deutschland sind die eher langweilig.

Echo-Live: Gibt es einen Unterschied zwischen einem Innenstadt-Festival wie hier in Darmstadt und einem Open-Air auf einer Wiese?

Dúné: Es gibt mehr Essen (lacht). Doch, es gibt einen Unterschied. Ich weiß nicht genau, wie man den beschreiben soll, aber vielleicht ist es ein wenig kuschliger. Und die Leute sind rasiert und gewaschen, nicht wie auf den Festivals mit Campingplatz. Natürlich auch die coolen Häuser ums Publikum und das Hotel direkt an der Bühne.

Echo-Live: Ihr habt euer musikalisches Schaffen in drei Kapitel unterteilt. Könnt ihr mir das nochmal genau erklären?

Dúné: Wir spielen teilweise schon die Hälfte unseres Lebens zusammen. Ein paar von uns kennen sich schon seit dem Kindergarten. Also die gesamte Zeit seit unserer Kindheit ist Kapitel eins. Das zweite startete mit unserem Debütalbum im Jahr 2007. Danach wurde alles verrückt und ist auch immer noch total abgefahren. Das dritte Kapitel heißt „more to come“ und wir wissen nicht, was es ist, aber es hat bereits begonnen.

Echo-Live: Kam euer Erfolg sehr plötzlich oder war es ein langer Weg?

Dúné: Viele Leute denken vielleicht, dass es vom einen auf den anderen Tag passiert ist, aber das ist definitiv nicht wahr. Wir haben sehr hart gearbeitet und hatten bereits vor dem Debütalbum eine große Fanbase. In Dänemark war alles total verrückt, aber es ist einfach so unglaublich klein. Jetzt haben wir auch noch viel zu tun, weil wir uns jetzt auf Deutschland und den Rest Europas konzentrieren. Da ist noch ein langer Weg vor uns.

Echo-Live: Ihr habt euren Musikstil Indielectrock genannt. Warum das?

Dúné: Die Leute haben halt gefragt: Was macht ihr für Musik? Und wir: Ja, was mit Gitarre und Bass und Schlagzeug. Und alle fragten: Was für ein Genre? Und wir: Es ist eben irgendwie Rock und irgendwie Elektro. Mittlerweile ist etwas weniger Indie. Aber das Spezielle an uns ist eben, dass wir eine große Bandbreite abdecken. Bei uns geht alles von Acoustic bis zu hartem Rock.

Echo-Live: Letztes Jahr seid ihr von Dänemark nach Berlin gezogen. Warum dieser Schritt?

Dúné: Wir brauchten einfach neue Inspiration. Wir hatten schon immer eine weite Perspektive und alles hat uns irgendwie inspiriert. Dänemark war einfach zu klein für neue Einflüsse. Wir haben in den Schulferien schon mal drei Wochen in Kreuzberg gewohnt und mögen die Stadt sehr. Außerdem sind wir dort ziemlich eng mit unserem Label Iceberg Records.

Echo-Live: Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Dúné: Große! Aber man weiß ja nie, ob die auch wirklich in Erfüllung gehen. Wir machen erst einmal weiter mit unseren Live-Shows und wollen den Erfolg, den wir vor allem in Dänemark hatten, weiter fortsetzen – auch in Deutschland. Wir sind fokussiert auf die Musik und haben auch gar keine Zeit für etwas anderes. Ist schon lustig: Ein paar von uns hatten noch nie einen Job.

29.05.2010,

 
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